Ogar Polski
Ogar Polski

 

Die Jagd

 

Für den Erhalt unserer Fauna, aber auch der Flora, ist eine nachhaltige Jagd unbedingt erforderlich und unentbehrlich!

Leider wird die Arbeit der Jäger viel zu wenig bis gar nicht gewürdigt.

Dies liegt nicht daran, dass sich die Tätigkeit der Jäger im Laufe der Jahrhunderte wesentlich geändert hat, vielmehr liegt dies in der Bevölkerungs- und Wohnstruktur.

Man braucht aber keine Jahrhunderte Revue passieren lassen, es reichen die letzten 60 Jahre.

Vor 60 Jahren war die Bebauung noch viel weitläufiger.

Vor allem Dörfer waren noch Dörfer!

Die Hausbesitzer hatten meist einen großen Garten, der mit Kräutern, Gemüse, Knollenpflanzen, Obstbäumen und Beerensträuchern bepflanzt war und der Selbstversorgung diente.

Federvieh, Kaninchen, Schweine etc. gehörten ebenfalls zur Selbstversorgung mit dazu.

Die Kinder konnten frank und frei auf Wiesen, Feldern, Wegen und sogar den Straßen spielen.

Die Nähe zur Natur war fast allen gegeben und überall gegenwärtig.

Jedem war die Jagd vertraut und selbstverständlich.

Nach den Nachkriegsjahren wuchs die Bevölkerungszahl und mit ihr dementsprechend die Bebauung.

Die Dörfer und Städte wurden größer, die Bebauung dichter und die Nähe zur Natur immer größer.

Musste Kind-X vor 60 Jahren noch 100 m bis zur nächsten Wiese laufen, muss er heute als Erwachsener-X schon 1.000 m gehen um dahin zu kommen.

Er ist somit 10 x soweit von der Natur entfernt, wie vor 60 Jahren.

Dies natürlich nicht nur räumlich, sondern auch geistig!

Die Nachkommen von dem Erwachsenen-X spielen schon gar nicht mehr auf den Wiesen und Feldern, weil es ihnen zum einen zu weit ist und zum anderen, weil es andere Freizeitangebote gibt.

Die Verbindung zur Natur hat sich zwangsläufig immer weiter entfernt und ist überwiegend sogar abgerissen.

Konnte vor 60 Jahren noch jedes Kind sämtliche Haustierarten aufzählen, so fördert eine heutige Frage danach eine Menge Falten auf die Stirn, geschweige denn Fragen nach Wildtieren, ganz zu schweigen von Wildpflanzen, Sträuchern und Bäumen.

Nur, durch unsere Bevölkerungs- und Bebauungsdichte, beeinflussen wir unsere Natur erheblich!

Die Jäger sind immer bestrebt gewesen und werden dies auch nach wie vor sein, trotz dieser „gegen die Naturentwicklung“, Lebensräume für unsere heimische Tierwelt zu erhalten und wenn irgend möglich, weitere zu schaffen.

Dies geht natürlich nur in Verbindung mit der entsprechenden Flora!

Die Jägerschaft leistet hier einen erheblichen und unermüdlichen Einsatz, der aber von einigen Teilen der Bevölkerung nicht oder missverstanden wird.

Aus fehlendem Verständnis für die Natur, kommt von einigen Mitbürgern sogar die Forderung nach dem Ende der Jagd!

Hier steht Eigengefühl vor Vernunft!

Um dies zu verstehen, bedarf es keine wissenschaftlichen Studien oder Fachgutachten, sondern nur etwas Verstand!

Bei „natürlichen Verhältnissen“ steht eine (oder auch mehrere gleichgeartete) Spezies an der Spitze der Nahrungskette.

Am Besten kann man es mit dem Beispiel „Afrika“ verdeutlichen.

Ist reichlich Wild (Fleischbeute) vorhanden, geht es Löwen etc. gut.

Fehlt es an Wild (Fleischbeute) verhungern Löwen etc.

Somit ist ein ausgeglichenes Verhältnis gegeben.

In unseren Gefilden stehen Fuchs, Dachs, Waschbär, Marderhund und Wildscheine an der Spitze der Nahrungskette.

Alle Vorgenannten greifen in die Population unseres Niederwildes, wie Rebhuhn, Fasan, Kaninchen, Hase und Rehwild ein und dezimieren es.

Teilweise direkt und teilweise über Nachwuchsverhinderung durch Gelege- und/oder Jungtierfraß.

Sollte kein Niederwild mehr vorhanden sein, sind sie kaum davon betroffen, da sie ausnahmslos Allesfresser sind.

Allesfresser kommen auch bestens mit den Abfällen in Dörfern und Städten klar!

Eine Einstellung der Jagd würde zwangsläufig zum Aussterben des Niederwildes und der ein oder anderen geschützten Art führen.

Parallel dazu würden sich die Bestände der Hochwildarten, wie Muffel-, Dam-, Sika-, Rot- und Schwarzwild gewaltig erhöhen.

Steigende Zahlen von Verletzten und Toten durch Verkehrsunfälle mit Wildbeteiligung sind die Folge und darüber hinaus wären enorme Schäden an Wald, Feld und Flur die Folge, aber was noch schlimmer ist, das durch die extreme Wilddichte Seuchen ausbrechen, die dann auch zum Teil auf unsere Haustiere und uns Menschen übertragen werden.

Wir Menschen, die die Abläufe in unserer Natur so erheblich beeinflusst haben, dürfen daher nicht tatenlos zusehen, wie alles zugrunde geht, sondern sind verpflichtet, hier hilfreich einzugreifen.

Ein ganz wichtiger Faktor ist hierbei die Jagd!

Jagd ist aktiver Naturschutz und daher wird auch Klarnet seinen Beitrag dazu bringen!